Politik

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Ein offenes Geheimnis: Deutschlands Arbeitslosenstatistik

Sind es wohl 6,5 Millionen, die solch einen Ort aufsuchen?
Sind es wohl 6,5 Millionen, die solch einen Ort aufsuchen? © kli

Interessiert es denn die Regierenden überhaupt, wie viele Menschen in Deutschland wirklich ohne Arbeit sind und warum? Interessiert es sie, welche Kompetenzen brach liegen, umgeschult werden, kein wirkliches Betätigungsfeld mehr finden? Auf keine Kaufkraft mehr stoßen? Einfach weggespart worden sind oder noch werden? Aus Gründen, die am Ende schwer begreiflich sind und weder zu einem Aufschwung noch zu einem Qualitätssprung führen. Im einstigen Land der Dichter und Denker wird mehr auf Kostensenkung und Effizienz als auf Konzentration, Intensität, aufwendige Arbeitsprozesse und Qualität gesetzt. Kein Job nirgends, aber viel zu tun und viel aufzuarbeiten. Es wird zunehmend zu Hungerlöhnen gearbeitet, mit denen niemand zu einem rechten Erwerb kommt. Und was ist es, worauf die Regierenden bei all dem aus sind? Eine Zahl, die sich vorzeigen und aus der sich etwas machen lässt. Zum Beispiel ein weiteres Regierungs- und Verschuldungsjahr. Ihnen geht es nun einmal darum, an der Macht zu bleiben. Ist es nicht wirklich alle Mal besser geschönt denn ehrlich noch einmal davon gekommen zu sein?

Nur jedem zehnten Arbeitslosen könne mit einem Job geholfen werden. Auch das hat Weise der „Welt“ eingestanden. Dass im Zuge der Hartz - IV - Reformen auch die Arbeitsmarktstatistik verändert worden ist, das ist wohl mittlerweile allen bekannt. Doch, was das eigentlich heißt und meint und wie sich die Einführung von Hartz IV nun wirklich auf den Arbeitsmarkt und die Arbeitslosenzahlen auswirkt und warum das so ist, darüber ist leider viel zu wenig bekannt. Ob zu hoffen ist, dass zumindest denen, die uns regieren, einiges klarer ist? Wenn schon nicht zu hoffen ist, dass sie es zugeben würden, dass ihre Politik fehl gegangen ist, dass Hartz IV der steigenden Arbeitslosigkeit nichts entgegen zu setzen hat. Wenn die Regierenden den Eindruck erwecken, dass ihnen die Rechentricks in der Arbeitslosenstatistik ganz recht kommen, dass sie der europäischen Konkurrenz mehr Aufmerksamkeit schenken als der arbeitenden Bevölkerung im eigenen Lande, inwiefern ist ihnen dann überhaupt noch zu trauen?

Und wie sieht das mit den Ich-AG's aus? Einst die Hoffnung so vieler sich selbständig Machender? Eine pure Marketingstrategie des Arbeitsamtes? Mehr Schein, denn Sein? Lauter weitere Fragen, den deutschen Arbeitslosenmarkt betreffend. Fragen, mit denen sich der Göttinger Brief in der nächsten Ausgabe beschäftigen wird. Doch schon jetzt, ist es auch Ihre Meinung, die zu all dem gefragt ist:

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