Einer hat geholfen: Dank dem Bürgermeister Heine aus Langelsheim!
von str
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| Ein Mann der Tat: Bürgermeister Erich Heine © Erich Heine |
Eine Geschichte über die Behörden, wer hätte die nicht zu erzählen? Doch wie oft kommt es vor, dass da jemand ist und die bekanntlich so langsam mahlenden Mühlen beschleunigt? Wie selten findet sich einer und setzt sich einmal so richtig ein? Kommt nicht nur mit großen Worten daher, sondern handelt und bewegt etwas? Ein Mann der Tat also.
Als ein solcher erwies sich Bürgermeister Heine aus Langelsheim für den Hammer-Markt in Langelsheim-Astfeld. Dieser lag nach dem Bau einer Umgehungsstraße im Abseits, war den Vorbeifahrenden aus den Augen geraten.
Selbst Stammkunden fanden ihn nicht mehr wieder. Probleme ergaben sich aufgrund baurechtlicher und verkehrsrechtlicher Bestimmungen. Denn diese ließen keine Beschilderung, die werbenden Zwecken dient, an einer Bundesstraße zu und somit auch keinerlei Wegweisersysteme. Erst in einem Abstand von 40 Metern bedarf ein derartiger Hinweis mit Firmenlogo keiner Genehmigung mehr. Doch bei solch Abstand sind andere Grundbesitzer zu fragen oder erschweren nicht vorhandene Bebauungspläne eine Genehmigung.
Auch ein Unternehmen wie der Heimtex-Fachmarkt Hammer mit seinem Sortiment an Farben, Teppichböden, Gardinen, Badausstattungen, Bettwaren und vielem mehr, ein in 160 Städten erfolgreich geführtes Unternehmen, ist nicht mehr überlebensfähig, wenn es keinerlei Hinweise auf Zufahrten und Erreichbarkeit gibt. Und so sorgten sich nahezu 40 Beschäftigte aus der Umgebung Langelsheim-Goslar um ihren Arbeitsplatz.
Eine Geschichte über Politiker, die im Allgemeinen viele große Worte machen, sich aber im konkreten Fall nicht rühren, wer könnte sie nicht erzählen? Im Falle des Hammer- Marktes waren es die ‚Grünen’. Als im Namen des Hammer-Marktes die politischen Gremien angeschrieben und um Hilfe gebeten wurden, da mailten die SPD Unterbezirk Goslar sowie der Ortsverein Langelsheim zurück, bei FDP und CDU, Ortsverband Goslar, erfolgte die Rückantwort per Telefon, nur das ‚Bündnis 90 Die Grünen’, Kreisverband Goslar, ließen schlicht und einfach gar nichts von sich hören. Ob Zeitmangel, Desinteresse im Allgemeinen oder auch im Besonderen der Grund waren, die Betroffenen wissen es nicht. Wie so oft, sind es nun einmal mehr deren eigene Mutmaßungen, die ihre politische Meinung bilden. Und mag das auch zu Vorurteilen führen wie oftmals im Fall ‚grüner’ Umweltpolitik: „die denken wohl Biotope seien wichtiger als Arbeitsplätze“, wen wundert das noch, wenn der konkret Betroffene mit seinen Anfragen, Ängsten und Bitten derart allein gelassen wird?
Sollten manche Politiker vergessen haben, dass es der einzelne Bürger ist, der am Ende wählt oder das Wählen immer häufiger vor Enttäuschung gleich ganz bleiben lässt?
Wie gut, es gibt sie noch, die Ausnahmen und positiven Beispiele: Der ebenfalls angeschriebene Bürgermeister der Stadt Langelsheim, Erich Heine, rief nicht nur zurück, sondern ergriff sogleich die Initiative. Er sprach mit seinen Beamten, stellte den Kontakt mit einer Firma her, die dem Hammer-Markt anbot, unentgeltlich auf ihrem Grundstück Werbeschilder zu errichten und vor allem berief Herr Heine das alles klärende Gespräch zwischen dem Hammer-Markt und den Behörden ein!
Und plötzlich gab es sie, die Möglichkeiten der Einigung. All die Verweise auf die Bestimmungen und gesetzlichen Vorschriften, die den Hammer-Markt im Vorfeld ermüdet hatten, auch jetzt galten sie. Aber nun fragten sich endlich alle gemeinsam, welche Möglichkeiten das geltende Recht zuließ. Und am Ende waren alle zufrieden: die, die in der Innenstadt wohnen, denn dank der Umgehungsstraße ist diese verkehrsberuhigt, die Behörden, die ihre Bestimmungen ernst genommen wussten, der Hammer-Markt, an dem demnächst wieder nicht einfach nur vorbeigefahren wird, und natürlich auch Bürgermeister Heine, der sich bei allen Beteiligten beliebt gemacht hat.