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Politik und Wirtschaft - das sind wir:
Wir machen die Geschichte und die Politiker machen sich einen Namen
Was will der Göttinger Brief?
Vor allem möchte er ein parteilich unabhängiges, politisches Meinungsmagazin für jedermann sein. Aktuelle Themen sollen in ihm diskutiert werden. Dabei geht es uns auch um die Meinungen der Leser. Diese sollen aktiv mitwirken, indem sie uns mitteilen, was ihnen missfällt und was sie stört. Viele Dinge, über die wir uns im täglichen Leben ärgern, über die wir uns insgeheim oder privat erregen, gehen auch andere etwas an.
Arbeitslosigkeit, Sparkurs, Hartz IV, dass die deutsche Wirtschaft eine Krise erfasst hat, ist schon eine ganze Weile medial in aller Munde. Doch wer ist es, der das Sagen hat und dessen Meinung publik gemacht wird? Werden wir, wird der einzelne Bürger am Ende nicht doch nur immer wieder für dumm verkauft? Wird nicht immer wieder auf der Basis alt eingesessener, wirtschaftlicher und politischer Denkweisen gehandelt, die in den Realitäten, die sie erzeugen, neu bedacht werden könnten und sollten?
Viele Menschen in unserem Land haben Sorgen und Zukunftsängste. Da ist es gut, auf das, was in Politik und Wirtschaft vor sich geht, ein wachsames, ein mehr menschliches als allein politisch eingefärbtes Auge zu werfen. Es ist gut, auf Widersprüche und Missstände aufmerksam zu machen. Doch auch, was im positiven Sinne erwähnenswert ist, sollte eine wichtige Rolle spielen. Bekanntlich gilt gerade die Krise als Chance. So ist jeder Leser auch aufgerufen, uns mitzuteilen, wo solche Chancen bereits ergriffen wurden, wo bereits der Mut des Einzelnen etwas bewirkt hat.
Schauen wir in die Welt, sehen wir, dass wir im Vergleich zu manch anderem Land auf einem recht hohen Niveau leben. Vielleicht liegt eine der Chancen einer Wirtschaftskrise darin, dass wir uns nicht allein um unsere ureigene Situation sorgen, sondern uns einmal über sie hinaus umsehen. Denn: Die Augen vieler sehen mehr als nur ein Augenpaar und sei es das eines studierten Wirtschaftsspezialisten.
Der Göttinger Brief will sich also nicht auf Göttingen beschränken. Es kann hier nicht allein um den jeweiligen „eigenen Kirchturm“ gehen. Dabei wird der Göttinger Brief sicher nicht von allen, die darin erwähnt werden, geliebt werden. Wir hoffen, dass es uns gelingt, möglichst unabhängig auf die politischen und wirtschaftlichen Realitäten zu reagieren, Fragen zu stellen, nachzufragen, aber auch nachzuprüfen, was daraus geworden ist. Der Göttinger Brief möchte ein Gespür dafür wecken, wie das, was uns täglich auffällt, wenn wir durch die Stadt gehen, in Bus oder Bahn sitzen, nicht nur uns allein und unseren eigenen Alltag betrifft.
Wer etwas zu sagen weiß, sollte das auch tun: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten“, so heißt es im Artikel 5 in den Grundrechten des Grundgesetzes. Sich umsehen, möglichst genau, sich seine eigenen Gedanken machen und diese dann zu Wort bringen, das ist es, wozu der Göttinger Brief ein Forum bieten will. Wer sich die Wirklichkeit, in der er lebt, nicht entgehen lässt, der darf auch ruhig einmal provokant sein. Darüber hinaus soll der Göttinger Brief nützliche Links vermitteln.
Währet den Anfängen, heißt eine weitere Redensart. Wenn wir uns nicht jetzt über das, was uns in Deutschland Sorge macht, eine fundierte eigene Meinung zu bilden versuchen wann dann?
Ihr Team vom GÖTTINGER BRIEF